Nun, dass ich in einer eigenartigen Arbeitsstätte mein Tagewerk verrichten muss, ist hierorts ja hinlänglich bekannt. Nun hat es sich ebendort zugetragen, dass über den Zeitraum einiger Jahre die Zahl der Kolleginnen und Kollegen immer mehr wurde. Manch Eine(r) wurde gegangen, einige verließen freiwillig diesen Ort.
Fakt ist, aus einem Team wurden mehrere Grüppchen mit mehr oder weniger Berührungspunkten. Soll sein, ist nicht zu ändern.
Gerade aber dieses eh kaum vorhandene Team wird pausenlos von den beiden (Ober - und OberOber-)cheffinnen mit Worten und Taten strapaziert.
aktueller Vorfall: Netter Kollege vom Typ Einzelgänger und Einzelkämpfer gehört lt. Papier nicht zu unserem Team. Praktisch darf er aber bei uns mitarbeiten und hat sich auch seine Urlaube von Ober und OberOber bestätigen zu lassen. Im Laufe der letzten 3 Jahre ist er immer mehr aufgetaut und gehört für mich zum Team.
Anscheinend aber nur für mich.
Ebendieser Kollege wird jetzt von OberOber mit Duldung von Ober physisch in ein anderes Haus in eine andere Abteilung transferiert. Offizieller Grund: Hier an unserem Standort werden freie Räumlichkeiten benötigt. Eine ganz neue Kollegin, die 30 Stunden arbeitet braucht ein eigenes Zimmer und kann nicht wie bisher tageweise in unterschiedlichen freien Räumen sitzen. Dass dieser Kollege (40 Stunden pro Woche) jetzt täglich 1-2x wieder zu uns pendeln muss und sich -oh wunder- auch einen freien Raum suchen muss weil ER KlientInnentermine hat, ist irrelevant. hmm verstehe einer die Logik.
Ober meinte auf die Entfernung angesprochen: ER muss gehen, weil sie das Team nicht auseinanderreißen will und wir Plätze brauchen. *hmm*
OberOber meinte in etwa lapidar: Wenn er Sehnsucht hat, kann er ja seine Mittagspause bei uns verbringen. (Zur Erinnerung: anderes Haus, Straßenüberquerung erforderlich!)
Ich frag mich nun: Wer ist der Nächste? Vielleicht die Kollegin, die überwiegend Akten bearbeitet und auch eher wenig KlientInnen hat, oder die Kollegin, die die Verrechnung unserer Abteilung inne hat? Oder???
Anstatt Raumpläne oder Einladungsmodi zu überdenken oder neue Räumlichkeiten zu finden wird wieder mal rote Personalpolitik auf dem Rücken der Belegschaft ausgetragen.
Aber wie heißts so schön? "Wien ist anders"